Die Geschichte des GRV begann im Jahre 1895, als 15 Primaner und Sekundaner (Jahrgänge 10-13) aus dem damals schon vorhandenen Gymnasialen Turnverein starkes Ruderinteresse bekundeten und sich mit der Bitte, ihnen einen Geldbetrag zu spenden, direkt an den Kaiser, der dem Sport sehr zugeneigt war und ihn in jeder Hinsicht unterstützte, wandten. Schon wenige Jahre zuvor hatte er per Erlaß das Schülerrudern als fördernswert empfohlen. Das hatte sicherlich Sinn: Rudern war anerkannt als Mittel zur "Erziehung zur Mäßigung" sowie "körperlich durch hervorragende Kräftigung der gesamten Muskulatur und der Lunge als auch geistig und sittlich durch Förderung der Energie, Aufmerksamkeit, durch freiwillige Unterordnung Kameradschaftlichkeit im edlen Sinne; einigermaßen auch durch Fernhaltung von alkoholischen Exzessen". Vor allem aber war doch eine körperlich kräftige Jugend später für den Kriegsdienst besser geeignet, eine Investition "lohnte" sich also. Vielleicht aus diesem Grund zeigte sich der Kaiser hocherfreut und spendete die für damalige Zeiten beachtliche Summe von 2000 Mark den Schülern am königlich-preußischen Gymnasium zu Bonn. Dieses eigenmächtige Verhalten wurde nicht, wie man eventuell annehmen könnte, begrüßt, sondern zunächst größtenteils scharf kritisiert. Bald erkannte man jedoch die Vorzüge eines Schüler-Rudervereins am Gymnasium und der als großzügig und liberal bekannte Direktor Geheimrat Dr. Contzen willigte ein. Der GRV war gegründet. Erster Protektor der Schülerruderer wurde der Mathematik- und Turnlehrer Professor Fürchtjohann, der das Amt viele Jahre "mit größtem Verständnis für die Jugend geführt" habe, "ohne die Selbstständigkeit des Schülervereins zu beschneiden". Im Jahre seiner Gründung waren von 128 Fahrten mit 1074,5 Ruderkilometern die Rede. Es gab sogar eine Vereinsinterne Regatta, auf der 3 Vierer starteten.
Es war nicht der erste reine Schüler-Verein in Deutschland, 24 andere Vereine verschiedenster Sportarten waren schneller, wohl aber war der GRV einer der ersten Schüler-Ruder-Vereine in Deutschland. Der älteste ist der Rendsburger Primaner-Ruderclub von 1880. In Bonn gab es zu jener Zeit schon den Bonner Ruderverein von 1882, und den Akademischen Ruderclub Rhenus, bei dem der GRV in den ersten Jahren sehr viel Unterstützung fand, dessen Steg und Boote er mitbenutzen durfte und dessen alte Boote er übernahm.
1899 dann richtete der 31 Mitglieder zählende Verein sein eigenes, schwimmendes Bootshaus ein. Ein Jahr zuvor war die erste Bonner Rheinbrücke fertiggestellt worden, die nun Bonn und Beuel verband. Transporte der Boote an höhergelegene Ziele, sodass man nur flussabwärts fahren musste, waren zu dieser Zeit nicht denkbar - So fanden die ersten mehrtägigen Exkursionen von Bonn aus den Rhein hinauf bis nach Bingen und wieder hinunter statt. Man befuhr auch die Mosel bis nach Frankreich hinein.

Bis 1901 fuhr der GRV unter dem oben dargestellten Stander. Erst in diesem Jahr begannen die Verhältnisse im GRV richtig Gestalt anzunehmen. Der Verein gab sich eine Satzung, einen neuen Stander, auch die GRV-Hymne ("Frisch auf, die Boote klargemacht") wurde zu dieser Zeit verfasst. In der Satzung hieß es zum Zweck des Vereins:
"§1 Der Ruderverein am königlichen Gymnasium zu Bonn ist eine freundschlaftliche Vereinigung von Schülern, die ihren Mitgliedern die Gelegenheit bieten will, sich durch Pflege regelrechten Ruderns nach geistiger Arbeit zu erfrischen und körperlich zu kräftigen."
"§2 Der Verein bezweckt ferner die Förderung von Disziplin und ehrenhafter Gesinnung unter seinen Mitgliedern".
Wer dabei sein wollte, musste Sekundaner oder Primaner sein (d.h. Klasse 10, Jahrgangsstufe 11, 12 oder 13) und versprach "den Pflichten der Schule gewissenhaft nachzukommen, einer verbotenen Schülervereinigung nicht anzugehören" und "in eine solche, solange er dem Verein angehört, nicht einzutreten." Auf dem Gebiet des Ruderns wurden bahnbrechende Erfindungen gemacht, wie der rollende Sitz und drehbare Dollen, die in den 5 vereinseigenen Booten sogar teilweise vorhanden, aber zunächst den älteren Ruderern vorbehalten waren, denn die Ausbildungssitten zu dieser Zeit sind ohne jeglichen Vergleich: Nach neun Monaten ohne Rollsitze wurde man durch ein Ritual feierlich in den Kreis der „Rollsitz-Ruderer" aufgenommen. Dieses Ritual umfasste eine "Burschen-Taufe", gefolgt von 12 Schlägen mit dem Riemenblatt auf den Allerwertesten, der Ansprache des Ruderwartes und einer erneuten Taufe in der Sieg.
Nachdem einige Schüler vom städtischen Gymnasium (heute Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium) beim GRV ins Rudern hineingeschnuppert und die Sportart erlernt hatten, gründen Fritsch, Bergbohm, Cosack und Küster 1906 den Gymnasial Ruderclub. Vielleicht angeregt durch die Vereinsgründungen der letzten Jahre gründete sich 1909 der Ruderverein am Pädagogium in Godesberg. Zu dieser Zeit wurden auch erste Regattasiege in Neuwied und Essen eingefahren, obwohl der Verein bis dahin eher Freizeit- und Wanderruderorientiert war. Einen Stammtisch besaß der GRV ebenfalls, und zwar in der Kneipe "Em decke Dume" in der Rheingasse. Besonders hervorhebenswert ist ein Ereignis aus diesem Jahre, als ein Nachen auf Höhe der heutigen Südbrücke gekentert war und die königlichen Ruderer eine Dame und drei Herren aus dem Strom retteten.
Das Vereinsleben blühte, das spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen von 1914 wieder: 28 Ruderer, diverse Gäste, darunter auch ein Franzose, ein Belgier und ein Engländer, besuchen den GRv. Es gab auch einen Altherren-Verband mit rund 140 Mitgliedern. 10 eigene Boote nannte der Verein in diesem Jahr sein Eigen, 819 Fahrten mit 4046 Mannschaftskilometern und einige erfolgreiche Regatta-Mannschaften sind bekannt. Doch dann brach der erste Weltkrieg aus und viele Altherren wie Schulabgänger melden sich in der damals herrschenden Euphorie freiwillig zum Kriegsdienst. An Rudern war nicht mehr zu denken, und 1918, nach Kriegsende, wurde das ganze Ausmaß der Spuren, die der Krieg hinterlassen hatte, sichtbar. Stellvertretend für die gefallenen GRVler und alten Herren sei an die Ruderwarte der Jahre 1904/5 Karl Hasslacher und Hans Schunck erinnert.

Das vormals königlich-preußische Gymnasium wird nach "Helmholtz-Gymnasium" umbenannt. Einigen Ruderbegeisterten aktiven ist es zu verdanken, dass schon 1919 der Ruderbetrieb wieder aufgenommen werden konnte und Fahrten zum Nonnenwerth und zur Siegmündung sich großer Beliebtheit erfreuten. Bei diesem Engagement ist es kein Wunder, dass schon 1924 der Wiederaufbau des GRV gelungen war: Vier Vierer, zwei Zweier und zwei Paddelboote bildeten die neue Flotte des GRV, mit der er auf 591 Fahrten 5470 KM erruderte. 1925 folgte eine erneute umbenennung zu "Beethoven-Gymnasium", wie unsere Schule auch bis heute noch heißt. Ein GRVler, Fritz Streck, wurde 1926 und 1927 Deutscher Meister. Von 1950 - 1971 war er stellvertretender Vorsitzender des BRV und noch 1979 ruderte er auf einer 180 KM langen Wanderfahrt mit. Ebenfalls 1927 konnten andere Mitglieder des GRV auf diversen Regatten in Köln, Godesberg, Neuwied, Essen, Duisburg und in Bonn selbst Auszeichnungen erlangen. 1928 lag der Gesamtkilometerstand bei 14440, 30 Mitglieder hatten ihn auf 662 Fahrten errudert. Zum 37. Stiftungsfest im Jahre 1932 konnte ein neues Boot getauft werden.
Dann, am 30. Januar 1933, übernahm Hitler die Macht in Deutschland und begann sogleich mit der Gleichschaltung von allem Föderalistischen, Demokratischen und überhaupt allem Selbstständigen im Deutschen Reich. Der Deutsche Ruderverband (DRV), die Dachorganisation aller deutschen Rudervereine, und der Westdeutsche Schülerruderverband, dem der GRV seit dessen Gründung im Jahre 1921 angehörte, ließen sich leider nur allzugern zu einem Instrument der Nationalsozialisten machen. Bis zum 15.Juli 1933 mußten die Schüler- und Jugendabteilungen der Vereine durch diese Dachverbände dem Reichsjugendführer gemeldet werden. Zwischen Ihnen und dem Hitlerjugend-Oberkommando West kam es 1934 zu einem Abkommen, demzufolge jeder Schülerruderer der HJ beizutreten hatte. In dem Abkommen, das am 1. Mai 1934 in Kraft trat heißt es unter anderem: "Die Satzungen sind nach dem Führerprinzip aufzubauen Der örtliche HJ-Führer hat das disziplinäre Aufsichtsrecht." Dies bedeutete nicht, das der "Führer" automatisch Mitglied der NSDAP war. Der vom Verein vorgeschlagene "Führer" bedurfte jedoch einer Bestätigung, wodurch die Ausschaltung unerwünschter Kandidaten von vornherein gesichert wurde. Der Führer hatte das Privileg, alle Posten mit Kandidaten seiner Wahl zu besetzen, Mitglieder ihrer Ämter zu entheben oder auszuschließen. Das bedeutete einen grundlegenden Eingriff in die demokratische Organisationsform der Vereine. Mit der Einführung einer verbindlichen Einheitssatzung für alle Vereine wurde der Durchgriff des Reichssportführers in alle Vereine innerhalb nur eines Jahres durchgesetzt. Des weiteren war "jeder sich bei der Übung befindliche Ruderer von den körperlichen Übungen der HJ befreit", das hieß von den wöchentlichen Turn- und Sportstunden, größeren Aufmärschen und Geländeübungen, nicht aber von den wöchentlichen Schulungsabenden, Apellen und außergewöhnlichen Veranstaltungen. Außerdem galt "Jedes Übungsrudern [...] als Dienst und ist entsprechend aufzuziehen". In kluger und beispielloser Voraussicht, klüger als die meisten Erwachsenen, entzog sich der Verein auf seiner Vollversammlung durch Selbstauflösung dem Zugriff durch die Nazis. Die beiden anderen Schülerrudervereine, der GRC und der RVPG lösten sich er 1937, als die Regelungen ein weiteres Mal verschärft wurden, auf. Die Alten Herren traten unter dem Vorsitzenden Albert Koch allesamt in den BRV von 1882 über, ihr nicht gerade kleines Barvermögen wurde zum Ausbau des BRV-Bootshauses genutzt. Noch lange Zeit trug ein Vierer des BRV den Namen "Albert Koch".
Sieben Jahre nach Kriegsende, im Jahre 1952 konnte das Beethoven-Gymnasium, das sich zuvor ein Gebäude mit der Liebfrauenschule geteilt hatte, wieder in seine ursprünglichen Räumlichkeiten an der Adenauerallee zurückkehren. In diesem Jahr ist es auch, dass der Lehrer Rolf Locke für die Schule einen A-Riemenvierer, einen C-Doppelvierer und einen A-Doppelzweier anschaffen konnte und eine Ruderriege innerhalb des Gymnasialen Turnvereins, sozusagen eine Unterabteilung, gründete. Ziel dieser Riege war es, "möglichst vielen Schülern Gelegenheit zu sportlicher Betätigung zu geben, die Freude am Wanderrudern zu wecken und die Jungen mit dem Verein vertraut zu machen." In einzelnen Klassen wurde Ruderunterricht durchgeführt. Dadurch, dass sich der Verein einst selbst auflöste erschien die Anschaffung von Booten nun seitens Stadt und Land fördernswerter.
Dennoch blieb die Teilnahme an Regatten den "richtigen" Rudervereinen überlassen, und so ruderten BG-Schüler auch in anderen Bonner Vereinen mit, wie dem BRV, der BRG und dem ARC Rhenus. 1956 stieg das Ruderinteresse unter den BG-Schülern stark an, und Herr Locke bekam tatkräftige Unterstützung durch Herrn Stud. Ass. Dieter Kissenbeck.
Nachdem Herr Locke 1957 aufgrund der steigenden Belastung von Schulseite her von der Betreuung der Schülerruderer zurückgetreten war, übernahm Herr Kissenbeck vollständig das Amt des "Protektors", des auf Kollegiumsseite für die Ruderer zuständigen Lehrers. In den letzten 5 Jahren waren einige Schüler durch ihn zu Steuerleuten ausgebildet worden, und so kam es 1958 zur Wiedergründung des GRV. Die neue Satzung des am 12. März gegründeten Vereins ging von Anfang an vom Prinzip der Selbstverwaltung der Schüler aus, der Protektor war dem Verein "zur Seite gestellt". Der Stander wurde beibehalten. Erster Vorsitzender wird Roland Horster, dessen Vater und Onkel bereits im "alten" GRV gerudert hatten. Die 60 Mitglieder erruderten die nach der Neuanschaffung eines Riemen- und eines Doppelvierers 26000 Kilometer.
Es wurden auch wieder erste Wanderfahrten veranstaltet, wie 1959 nach Holland und 1962 auf die Donau ins Österreichische Ausland. 1964 ruderte man im Rahmen eines Oxfordbesuches auf Einladung von M.T.Nock auch auf der Themse. Mit dem BRV wird eine Absprache getroffen, nach der alle GRVler ohne Eintrittsgebühr und bei Beibehaltung ihrer im GRV erworbenen Ruderklasse in den BRV übertreten dürfen. Daher wurde auf eine Wiedergründung des Altherrenverbandes verzichtet.
Ein bedeutungsreiches Jahr war 1967, in dem der GRV, nachdem er zuvor an drei anderen Plätzen sein Zuhause hatte, in die neue Bootshalle direkt am Beethoven-Gymnasium zog. An den neuen Ruderkeller schließt sich ein Trakt mit Trainingsraum, Clubraum, Umkleide und neuerdings (2002) auch Küche an, des weiteren besteht eine Verbindung in die darüber errichtete Gymnastikhalle, welche sanitäre Einrichtungen bietet. Die Schülerzahlen waren in den letzten Jahren um fast 40% gefallen, und so war auch der Verein von 60 auf 30 Mitglieder (6 Ruderer und 24 Anfänger) geschrumpft. Des weiteren erhielt er Konkurrenz in Form von Basketball- und Leichtathletikgruppen am BG.
Seit dem Jahre 1969 beinhaltet die Schülerschaft des Beethoven-Gymnasiums nun beide Geschlechter, und die ersten Mädchen bekundeten ihr Interesse am Rudersport. Herr Kissenbeck übergab sein Protektorenamt an Herrn Lindner. Die Ruderleistung betrug 30.000 Kilometer und wurde gekrönt durch mehrere Regattaerfolge, die sich auch durch die nächsten Jahre halten sollten. Die Nordbrücke wurde gebaut.
In der Kilometerstatistik des Deutschen Ruderverbandes, in dem der GRV Mitglied ist, lag er in den nächsten 10 Jahren in der Schülerrudervereins-Wertung fünf Mal auf dem ersten Platz und fünf Mal auf dem Zweiten, also eine wahre Erfolgszeit. Seit 1972 bereichert auch die Südbrücke die Bonner Brückenlandschaft. 1973 übernahm wiederrum Herr Kissenbeck das Amt des Protektors, um es aber schon 1977 wieder an Herrn Klemmt abzugeben. Diverse Regattaerfolge krönten diese Zeit, die Mitgliederzahl hielt sich konstant bei 60-70 und seit 3 Jahren ruderten auch die Mädchen sehr erfolgreich mit, was sich in der Gründung einer Mädchenriege wiederspiegelte. Bleibt noch die Stiftung eines Pokals durch Altherren und Eltern der GRVler zu nennen, der ab sofort dem Wanderfahrtenstärksten Ruderverein jedes Jahr aufs neue Verliehen werden sollte.
Mit rund 65.000 Ruderkilometern stellt der GRV 1978 einen neuen Rekord unter den Schülerrudervereinen Deutschlands auf. Wanderfahrten nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, England, der Schweiz, Frankreich und Österreich zeichneten ein buntes Bild der vielfältigen Ruderaktivitäten im GRV. Auch die Flotte unterzog sich in diesem Jahrzehnt einem Wandel: Die Vierer "Petersberg" (1970) und "Drachenfels" (1973) wurden durch die Neuanschaffung der Vierer "Petersberg II" (1972), "Dominik" (1973, Rennvierer) und Flotter Otto (1975), sowie eines Zweiers 1971, eines weiteren Zweiers "Lellbeck" (1972) und die Anschaffung des ersten Kunnststoffbootes, der "Wasserwanze" (3er, 1974) ausgeglichen.
Auf der längsten Regatta der Welt, einmal herum um den Genfer See (150 KM), hinter vorgehaltener Hand auch die WM der Langstreckenruderer genannt, ruderten GRVler 1979 das erste Mal mit, es sollten noch viele Teilnahmen folgen.
Seit dem Jahr 1980 gibt es von Seiten der Stadt keine Zuschüsse mehr für Schülerrudervereine, die finanzielle Lage änderte sich also gewaltig und anstatt jedes Jahr ein neues Boot zu kaufen machte man sich nun mehr Gedanken, wie man die vorhandenen Boote in Schuss halten könne. Dies wird deutlich in den mahnenden Worten der Bootswarte in den jährlichen Jahresberichten, die den rücksichtslosen Umgang mit dem Bootsmarerial beklagen. Ein ganz aktuelles Problem findet sich auch in den alten Jahresberichten: Schon damals bestand ein kleiner Kreis aus aktiven Ruderern, wogegen der restliche Verein eher den gemütlichen Clubraum am GRV schätzte. Herr Klemmt gab sein Protektorenamt 1981 an Herrn Herpel weiter und das Vorsitzendenamt wurde erstmals durch eine weibliche Person, Christel Volk bekleidet.
1983 dann wurde der Sperrholz-Vierer mit Steuermann "Panta Rhei" (Griechisch für: "Alles im Fluss") angeschafft, der lediglich durch die Regattamannschaften im Training und auf Regatten eingesetzt wird. Im selben Jahr kamen auch einige GRVer darauf, dass der Verein einen eigenen Bootsanhänger gut gebrauchen könnte, und bauten kurzerhand einen selbst. Das Ruderinteresse unter den Anfängerjahrgängen sank jedoch infolge von rohen Aufnahmeriten und allzu Desinteressierten Ruderern in den folgenden Jahren und führte um die Jahrzehntwende zum Rekordtiefststand von 7 Mitgliedern. Doch dann legte man sich richtig ins Zeug: Durch engagierte Arbeit der Mitglieder wurde die Krise, wie jede andere zuvor auch überwunden. 1994 wurde der Dreier mit Steuermann "100%" gekauft.
Sein 100. Stiftungsfest feierte der GRV am 10. Juni 1995 mit einer Regatta zwischen Schülern, Lehrern und Ehemaligen, der Überreichung einer Gratifikation der Stadt in Höhe von 1000 DM und der Taufe eines Vierers und des Zweiers "Löwenburg" durch die Oberbürgermeisterin von Bonn, Bärbel Diekmann. Von der guten Sitte, neue Boote nach Bergen des Siebengebirges zu benennen, war man inzwischen abgekommen, zumal viele der Boote der alten Siebengebirgsflotte schon vorher teilweise wegen nur geringer Mängel außer Dienst gestellt worden waren. Zu den ausgemusterten Booten zählten "Spinnewipp" (Skiff, 1977), "Lohrberg" (1979), "Nonnenstromberg" (1995), "Galeere" und "Papa Dreck" (beide 90er). Dass sich der Steg wenige Monate zuvor bei einem Hochwasser gelöst hatte und man nun die Boote 500 Meter weit tragen musste, wurde relativiert durch das Versprechen der Stadt, für einen neuen Steg zu sorgen.
Ebenfalls 1995 löste sich der Altherrenverband aufgrund von Mitgliedermangel auf. Das nennenswerte Barvermögen des Vereins wurde dem GRV übergeben und der Einer "Delirium Remegis" wurde angeschafft.1998 wurde das Internet als Medium entdeckt und die erste GRV-Homepage ging online.
2001 wurde "Pink Panther" wieder repariert und der Gig-Vierer mit Steuermann "Blaues Wunder" getauft. Im Jahr darauf wurden "Hans Glitsch" von einer Dicken Staubschicht (Er soll später einmal "Alter Schwede" heißen) befreit und "Yellow Submarine" wieder fahrbar gemacht.
2003, ein Jahr der Extreme: Erst die heißesten 2 Wochen die Deutschland je erlebt hat, in denen der GRV doch auch prompt auf der Donau von Ulm nach Passau unterwegs ist, dann der niedrigste Rheinpegel aller Zeiten mit 88 cm. Anmeldungen für Wanderfahrten waren das erste Mal über das Internet möglich, der Internetauftritt wurde ausgebaut.
Im Jahre 2004 fuhr der GRV die höchsten Mannschafts-Kilometerzahlen seit 12 Jahren ein, bedingt durch viele aktive und engagierte Mitglieder und vor allem Anfänger. Die Boote der Schülerruderriege des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums, quasi die Konkursmasse kann vom GRV günstig erstanden werden, und ein Marke-Eigenbau-Einer "Alt", heute "Bernd, das Boot", ein Sperrholz-Vierer mit Steuermann "Hippothoe", heute "Rheinheitsgebot" sowie der Zweier ohne Steuermann "Eunike" können in den Bootspark des GRV übernommen werden.
Das 110 jährige Jubiläum feierte der GRV 2005 im feierlichen Rahmen wobei dort auch der vom Nicolaus-Cusanus-Gymnasium übernommene Sperrholz Gig-Vierer R(h)einheitsgebot getauft wurde. Der GRV konnte auch das erste Mal die Vergleichsregatta innerhalb der Arbeitgemeinschaft der Bonner-Schüler-Ruder-Vereine für sich entscheiden. Die hohe Aktivität schlug sich auch auf die Kilometerstatstik nieder und das Hoch vom Vorjahr konnte nochmals getopt werden.
Einen harten Rückschlag erfuhr der GRV Ende April 2006. Bei einem Bootsunfall, der sich aus unglücklichen Verkettungen entwickelte aber umso drastischere Folgen hatte wurden der Einer "Delirium Remigis" und der Vierer mit Steuermann "Blaues Wunder" vollkommen zersört. Bei den Booten handelte es sich um die Beiden Neuesten des Bootsparkes.
Fabian Wenner (bis einschl. 2004), Christopher Smolka (ab 2005)
