
Grusswort des Direktors
Der alljährliche Bericht des GRV ist mir wie immer willkommene Gelegenheit zu Glückwunsch und Mahnung. Ein Schulleiter wird ein besonderes Verhältnis zu dieser zur Schule gehörenden Einrichtung haben: Der GRV ist ein Verein des Beethoven-Gymnasiums, seine Mitglieder sind usere Schüler, doch seine Unternehmungen sind keine Schulveranstaltungen, sind nicht Unterricht. Der GRV hat sich seit je und so auch in diesem Jahr ausgewiesen als eine gechlossene Mannschaft und sportliche Leistungstruppe, die sich nicht nur durch erkleckliche Ruder-Wanderkilometer qualifizierte, sondern ebenso durch Selbständigkeit, eingeprägte Verläßlichkeit, auch als ein unverwechselbares Identifikationskorps in der Schule.
Dafür verdient der GRV Dank und Anerkennung. Doch - einmal seis auch hier gesagt - ich begleite die Unternehmungen des GRV unruhig, manchmal besorgt: Es gehört eine besondere Portion Vertrauen dazu, unsere Schüler auf die Flüs se und Ströme zu entlassen; Wasser hat keine Balken; noch so gewiefte Versicherungen bieten keine Garantien; die jungen Steuerleute sind allein mit ihrem Boot, mit ihrer Mannschaft. Die ewachsenen Pfingstfahrtgruppen haben ein entsprechendes größeres Maß an Selbstbeherrschung notig, sobald sie unterwegs sind. Entsprechendes gilt für alle eure Veranstaltungen. Diese Verantwortung will übernommen sein. So wünsche ich in diesem Jahr hinzu: Gute Fahrt - auch in diesem Sinne.
Manfred Seidler
Vorwort des Protektors
Liebe Stützen und Träge(r) der GRV!
ln den Händen des Protektors zerrinnen 365 Tage wie ein Tag. So ist es nicht verwunderlich, daß er sich selbst noch nicht als Stütze des GRV betrachtet. Daher: besonderen Dank zuerst denjenigen, die aktiv, tatkräftig und zeitaufwendig die Vereinsarbeit geleistet haben. Wenn auch wenig antreibend und tragend, so war ich doch ein aufmerksamer Beobachter des Vereinslebens. Was ist mir dabei aufgefallen? Diejenigen, die ein Amt übernehmen, werden von den Mitgliedern mit ihrer Aufgabe allein gelassen und höchst selten tätig unterstützt. Der Hauswart soll das Bootshaus alleine in Ordnung halten, die Bootswarte allein die Boote reparieren usw. freiwillige Helfer, die sich verantwortlich fühlen für den Zustand ihres Bootshauses und Boote, finden sich kaum. Der Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe, Rücksichtnahme und Verständigung unter den Vereinsmitgliedern könnte erheblich besser sein. Überall spürt man die Vorherrschaft von Cliquen, man bleibt getrennt nach Klassen und Jahrgängen. Der Protektor wird wenig bis gar nicht informiert, allgemeines Motto: je weniger er weiß, umso besser. Die Situation des Vereins wird insgesammt schwieriger, da einer zunehmenden Zahl junger Anfänger eine abnehmende Zahl jüngerer Oberstufenschüler gegenübersteht. Was könnte man tun, wenn die Beobachtungen richtig sind?
frei nach Esso: Es gibt viel zu tun. Packen wirs an!
Euer Protektor
Das Vorwort des Vorsitzenden
Wie in den vergangenen Jahren können wir auch am Ende dieses Ruderjahres mit über 65.000 KM auf eine stattliche Kilometerbilanz zurückblicken. Doch bei aller Freude über die stolze Zahl müssen wir uns überlegen, wie wir das Verhältnis Verein - Mitglieder in Zukunft verbessern können. Zwar ist der aktive Kern größer geworden, aber Mitglieder, die im Brustton der Überzeugung sagen: "es ist mein Verein" gibt es nur wenige. Dem GRV mangelt es an der notwendigen Solidarität und dem Verantwortungsbewußtsein für das Gemeinwesen "Verein". Die ganze Verantwortung lastet auf dem Vorstsand und den Steuerleuten. Nicht zuletzt deshalb wollen wir die Bootspatenschaften einführen, bei denen ein Hilfssteuer- oder ein Steuermann verantwortlich ist für den Zustand eines Bootes, um das Verantwortungsbewußtsein zu steigern. Das Experiment, auch Anfänger an den großen Sommerwanderfahrten teilnehmen zu lassen, kann teils als ge- und teils als mißlungen betrachtet werden, denn einige ließen sich gut und andere kaum oder gar nicht in die Gemeinschaft eingliedern. Bewährt wie noch nie in den 3 Jahren zuvor hat sich die Steuermannsversicherung, denn diese Versicherung hat den Verein in diesem Jahr vor vielen materiellen Verlusten bewahrt. Damit kommen wir zu dem zweiten großen Problem: Viele von uns machen sich zu wenig Gedanken darüber, mit welchen Werten sie umgehen. Ein Holzvierer kostet heute fast 11.000 DM, ein Paar Skulls über 400DM. Wenn man nun sieht, wie rücksichtslos manche mit dem Bootsmaterial umgehen, packt einen das blanke Entsetzen. Da werden Skulls einfach mit dem Blatt über die Straße gezogen, ohne daß die Ruderer sich überlegen, daß dadurch der Lack beschädigt wird. Zwar verlangt der Bootswart in vielen Fällen Bootsstrafen, doch erreicht ein einmal beschädigtes Skull nie wieder seinen ursprünglichen Wert. Deshalb mein Apell an die Mitglieder: Achtet mehr auf sorgfalt im Umgang mit dem Bootsmaterial. In der Hoffnung, daß sich die ruderische Aktivitität steigert, und daß das Bewußtsein für unsere Gemeinschaft im Verein wächst, schließe ich.
Hans-Joachim Weingarz, Vorsitzender
Die 5 aktivsten Ruderer
Gesamtkilometer: ~65000